Zeitreise ins Jahr 2012: Trainer Enzo Galvano hört auf

"Ich wollte mit meinem Rücktritt einen neuen Impuls setzen"

(wh) - Im elften Teil unserer Zeitreise drehen wir das Rad ins Jahr 2012 zurück, als Wacker-Trainer und -Urgestein Enzo Galvano (Foto) kurz vor Rundenschluss aufhörte von Predrag Milanovic - einem anderen Urgestein des FCW - abgelöst wurde.

Die Schwäbische berichtete:

Vincenzo Galvano ist als Coach beim FC Wacker Biberach zurückgetreten. Statt ihm trainiert nun Predrag Milanovic, der zuvor Co-Trainer war, das Team, das in der Fußball-Kreisliga A II spielt.

„Die Ergebnisse haben einfach nicht mehr gestimmt“, begründet Galvano seinen Schritt. Zudem habe intern einiges nicht mehr gepasst. „Ich bin seit 20 Jahren im Verein. Der liegt mir einfach sehr am Herzen. Ich wollte mit meinem Rücktritt einen neuen Impuls setzen, damit ein Ruck durch die Mannschaft geht“, sagt der 28-Jährige. Der Biberacher, der den Verein als Spielertrainer betreute, wird nach eigener Auskunft künftig auch nicht mehr als Kicker aktiv sein. Vereinsmitglied wolle er aber bleiben. Wacker hatte die Vorrunde mit 24 Punkten abgeschlossen. Zum Start der Rückrunde hatten die Biberacher, die mit dem Saisonziel, vorne mitzuspielen, in die Saison gegangen waren, sechs Niederlagen in Serie kassiert. Aktuell steht der Klub mit 25 Punkten als Siebter im Mittelfeld der Tabelle.

Überrascht über den Rücktritt Galvanos ist man im Klub nicht. „Sein Schritt hat sich langsam angebahnt“, sagt Spielleiter Uwe Ehing. Trotz der Negativserie in der Rückrunde hätte Wacker Galvano gern gehalten. „Ich habe versucht, ihn zum Weitermachen zu bewegen, aber seine Entscheidung stand fest“, sagt der 35-Jährige, der den scheidenden Coach nachträglich lobt: „Er hat einen sehr guten Job gemacht, auch als Spieler. Er war unser bester Torschütze.“

Mit Blick auf die Saison hat laut dem Spielleiter der Klassenerhalt nun oberste Priorität. „Jetzt kommen die entscheidenden Wochen. Es geht nur noch gegen Teams, die hinter uns stehen. Sechs Punkte müssen noch her, dann sollten wir gesichert sein“, sagt Ehing. Der kritisiert die Einstellung mancher Spieler, die überhaupt nicht stimme. „Jetzt gibt es keine Alibis mehr. Die Spieler sind gefordert“, stellt er klar.

Beim Debüt von Predrag Milanovic haben die Biberacher am vergangenen Wochenende gegen den Zweiten, den SC Schönebürg, mit einem 5:5 den ersten Punkt in der Rückrunde verbucht. Milanovic, selbst Ur-Wackeraner, soll das Team laut Ehing zunächst bis zum Saisonende betreuen. „Dann werden wir beraten, wie es weitergeht, am liebsten mit Milanovic“, sagt der Spielleiter. Vincenzo Galvano hat sich über seine Zukunft noch keine konkreten Gedanken gemacht. „Ich will aber weiter als Spieler oder Spielertrainer arbeiten“, sagt der 28-Jährige.

Zurück

Auf den Sozialen Netzwerken teilen: