Zeitreise in die 80er: Die Aera der Budenzauberer beginnt

Als der BSC-Geist alle beseelte und zu Erfolgen beflügelte

(wh) - Im 16. Teil unserer Zeitreise drehen wir das Rad in die 80er-Jahre zurück, als sich die Kicker des Biberacher SC als wahre Budenzauberer entpuppten, die Landkreismeisterschaft und andere Hallen-Turniere gewannen.

Über zehn Jahre lang (Ende der 80er bis ins Jahr 2000) haben die Akteure des FC Wacker respective die seines Vorgängerklubs Biberacher SC im oberschwäbischen Hallenfußball eine außergewöhnliche Rolle gespiet. Bei den Turnieren um die Landkreismsterschaft, um den Oberschwabencup und um den (selbst ausgerichteten) Heyking-Cup spielten sie damals meist ganz vorne mit.

Viermal holten sie sich so den Titel des Landkreismeisters (1988, 1995, 1996 und 2000) - zudem den Pott beim Oberschwabencup 1997 in der BSZ-Halle, dank eines spektakulären 4:1-Sieges im Finale gegen Oberligist und Ortsrivale FV Biberach.

Sensationell mutete aber vor allem der erste Turniersieg bei der Kreismeisterschaft anno 1988 an, als die Budenzauberer - noch unter Biberacher SC firmierend und in der Kreisliga B kickend - im Halbfinale den damaligen Verbandsligisten FV Biberach rauswerfen, um dann im Finale Landesligist TSV Rot/Rot zu bezwingen und somit 47 Konkurrenten hinter sich zu lassen. Mario Chioditti wurde zudem - zusammen mit anderen Spielern - als bester Torschütze ausgezeichnet.

Damit nicht genug: Die BSCler feierten weitere Erfolgserlebnisse in diesem Hallenfußball-Winter: beim Heyking-Cup in Biberach (1. und 3. Platz), bei den Turnieren in Bad Schussenried (6. unter 27 Mannschaften), Bad Waldsee (3. unter 22 Teams), Leutkirch (1. unter 37 Teilnehmern.

Die Spieler seien beseelt von einem ganz besonderen GEIST, hieß es daraufhin im vierteljährlich erscheinenden Vereinsmagazin „BSC-aktuell“. Hier der damalige Bericht:

DER BSC-GEIST

ist das jüngste Kind in den Reihen der Ersten des BSC. Trotz fehlender Lebenserfahrung entwickelt es immense Kräfte. Magische, mit der Vernunft nicht zu erfassende. Der BSC-Geist erscheint immer häufiger in den letzten Wochen und Monaten. Zuerst nur sporadisch auftauchend, ist er nun ständiger Begleiter des BSC. Der unsichtbare Geselle ist selbstverständlich ein gern gesehener Gast. Pardon, natürlich nicht gesehener Gast.

Die Betroffenen spüren vielmehr seine Energie: in jeder Gehirn- und ın jeder Muskelzelle. Mittlerweile soll der BSC-Geist ja fast alle Kicker der ersten, vereinzelt auch solche der zweiten Mannschaft sowie Funktionäre befallen haben. Seine größte Ausstrahlung erreicht er in kritischen Situationen vor, während und nach einem Spiel.

Bei-Spiele:

1. In den Schlussminuten des Landkreismeisterschaft-Finales verwandelte er die drohende Niederlage in einen unerwarteten Sieg.

2. In Leutkirch beflügelte er die zahlreichen Schlachtenbummler und diese die Mannschaft zum Turniergewinn.

Bleibt nur zu hoffen, dass der BSC-Geist auch in der Zukunft, lies Feldrunde, sein (Un-)Wesen treibt. Pflegliche Behandlung würde sein Bleiben sichern, seine Dauer-Mitgliedschaft im BSC dann nur noch eine Frage der Zeit.

Seine Aufnahme vorantreiben sollten und könnten insbesondere die Hallen-Spezialisten Matthias Lübbers, Volker Ehnis, Hüseyin Köksal, Holger Weiß, Marc Kohlhöfer, Volker Wagenhals, Michael Egle, Gerhard Hipp, Uwe Petruck, Andreas Weißer, Stefan Nowack, Mario Chioditti, Nedjad Rulani, Rainer Grimm, Spielertrainer Winfried Hummler, aber auch Oliver Spielbauer, Neuzugang Frank Günther und jeder andere BSCler.

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