Zahlreiche und großzügige Spenden

300 Zuschauer kommen zum Biberacher Benefizspiel

(wh) - Knapp 300 Zuschauer sind zu dem Benefizspiel des FC Wacker Biberach gegen den FV Biberach gekommen, um ein Zeichen zu setzen gegen den sinnlosen Krieg in der Ukraine und um mit ihren Spendengeldern notleidenden Kindern dieses Landes zu helfen. Die Partie endete 7:3 (2:1) für den FVB.

Initiator Frank Günther vom FC Wacker hatte sich einerseits eine größere Kulisse bei dem Benefizspiel im Stadion erhofft, freute sich aber andererseits mächtig über die zahlreichen und großzügigen Spenden der Besucher. Allein im Eingangbereich legten die Zuschauer nämlich 2 700 Euro in die Spendenkasse. Die genaue Gesamt-Summe konnte Günther verständlicherweise kurz nach dem Abpfiff noch nicht nennen, wird diese aber zeitnah mitteilen. Der komplette Erlös fließt auf jeden Fall in die Stiftung RTL „Wir helfen Kindern“, die notleidende Mädchen und Jungen in der Ukraine unterstützt.

Vor dem Anpfiff des Benefizspiel postierten sich beide Teams (Foto oben) mit einem bundesliga-tauglichen blaugelben Banner samt Aufdruck „SAY NO TO WAR“ vor der Tribüne. Selbiger Schriftzug war auch auf den gelben, von den FV-Spielern getragenen Trikots zu lesen, während die Wackeraner blaue Shirts mit dem Peace-Zeichen trugen. Blau und gelb waren auch sonst dominierende Farben im Biberacher Stadion: Etliche Fahnen hatten die veranstaltenden Vereine „gehisst“ im Stadion, ebensolche Schals waren zu sehen oder auch originelle "Kleidung" wie die von FV-Ikone Werner Huber (Foto rechts).

Unter den 300 Zuschauern weilten mit dem Bundestagsabgeordneten Josef Rief (CDU), seinem Landtagskollegen Thomas Dörflinger (CDU) und Biberachs Bürgermeister Ralf Miller auch politische Prominenz. Sie lobten die Veranstalter für ihre tolle Idee, Organisation und Durchführung der Veranstaltung und fanden darüber hinaus natürlich nachdenklich stimmende und kritische Worte zu dem unfassbaren Geschehen in der Ukraine.

Moderatorin Nicole Jerski bat zudem Nedejda Serduk (Foto links) ans Mikrofon. Sie erklärte, in ihr fließe ukrainisches, russisches und deutsches Blut, prangerte das von Putin ausgelöste Morden an, dessen unsägliche Propaganda und Lügen. Und sprach aus, was (fast) die ganze Welt will: „Frieden hier und überall“. Zu Wort kam auch noch Sofiia Denysenko, eine 13-Jährige mit ukrainischen Wurzeln und Biberacher Gymnasiastin, die dort offenbar „tolle Unterstützung“ ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler erfährt und sich dafür bedankte.

Direkt vor dem Anpfiff des Benefizkicks ertönte dann die ukrainische Nationalhymne.

Das Spiel des Landesligisten FV Biberach gegen A-Ligist FC Wacker Biberach entwickelte sich zu einer flotten und unterhaltsamen Angelegenheit. Wacker hielt das Match eine Stunde lang offen, um dann einzubrechen und mit 3:7 (1:2) zu verlieren.

Wichtiger war an diesem Tag freilich ein ganz anderes „Ergebnis“: die Solidarität der Biberacher Fußballer und Zuschauer, die Flagge gezeigt haben und für eine erkleckliche Spendensumme sorgten.

Fotos: Winfried Hummler

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